Bündnis für alternative, unabhängige und fortschrittliche Kommunalpolitik
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PCB und Giftmüll unter Tage

Von unserem Schwesterbündnis "AUF Herten" erreichte uns die Bitte, den unten stehen den Aufruf zu verbreiten, was wir hiermit gerne tun. Zum Thema Giftmüll und PCB unter Tage gibt es auch noch einen offenen Brief des Wahlbündnisses NV AUF geht´s aus Neukirchen-Vluyn, den man hier herunterladen kann:

PCB – verbotenes Gift, aber überall im Ruhrgebiet?

 

PCB (polychlorierte Byphenyle) gehören zum „Dreckigen Dutzend“, den gefährlichsten von Menschen geschaffenen Ultragiften, die Gesundheit und Umwelt bedrohen. Unter den Sammelbegriff fallen über 200 verwandte Giftstoffe, die in Deutschland seit 1988, weltweit seit 2001 verboten sind. Sie reichern sich im Körper im Fettgewebe an und entfalten ihre krebserzeugende und -fördernde Wirkung oft erst viel später. Sie reichern sich in der Nahrungskette an und sind längst in alle Winkel der Biosphäre eingedrungen.

Seit über 40 Jahren wird trotzdem in Essen-Kray behördlich genehmigt PCB-haltiger Schrott geschreddert und dabei ständig PCB freigesetzt. Noch gefährlicher ist ein regelrechtes Umweltverbrechen im Bergbau: Nachgewiesen 15 000 Tonnen PCB-Öle, die früher bedenkenlos unter Tage eingesetzt wurden, sind dort in rostigen Fässern verblieben oder abgelassen, teilweise extra unter Tage eingelagert worden. Mit dem Ansteigen der Wasserhaltung in den alten Bergwerken, wenn die RAG immer mehr Pumpen abstellt, entsteht nicht nur eine Verseuchungsgefahr für das Trinkwasser im ganzen Ruhrgebiet. Das abgepumpte, mit Salzen und vielen Giften belastete Grubenwasser ist schon jetzt stark PCB-haltig, wird aber ungeklärt in Ruhr, Emscher und Rhein eingeleitet.

PCB in die Umwelt zu verbringen ist aber verboten. Die Flutung der Bergwerke muss gestoppt und alle Giftstoffe auf Kosten der RAG geborgen werden! „Essen steht AUF“ hat mit Schwesterbündnissen im Ruhrgebiet dazu einen gemeinsamen Flyer veröffentlicht und wird am Ball bleiben!

Hier der Link zu dem Fernsehbeitrag aus der WDR-Reihe "Könnes kämpft" zum Thema "PCB - Das Gift aus der Nachbarschaft". Sehr sehenswert!

 

Noch mehr PCB in Kray, aber Protest dagegen kriminell?

Spontaner Protest der BI gegen den Giftschredder der Firma Richter vor dem Krayer Rathaus soll kriminalisiert werden.

 

 

Pressemitteilung der Bürgerinitiative gegen „Gift“Schredder in Kray vom 1. Mai 2016

 

Mitglieder der Bürgerinitiative gegen „Gift“Schredder in Kray hatten am 26. April vor dem Krayer Rathaus, wo die Stadt und die Umweltbehörden über erneut viel zu hohe PCB-Werte in der Luft des Stadtteil informierten, mit ein paar Plakaten Protest erhoben.

 

Anschließend vertraten sie im Saal ihre Forderungen, insbesondere nach Stilllegung der PCB-Quellen, bis Recycling ohne PCB durchgesetzt ist. „Das wimmelten die Behörden ab, stattdessen haben sie die Nichtverzehrempfehlung für selbst angebautes Gemüse in Kray beträchtlich ausgeweitet, weil es zu stark PCB-belastet ist“, fasst BI-Sprecher Dietrich Keil zusammen. „Die Bürger werden eingeschränkt, die Fa. Richter aber kann weiter machen wie bisher. Das lehnen wir ab.“

 

Nun wurde Keil von der Kriminalpolizei vorgeladen. Er wird beschuldigt, mit dem Protest der BI gegen das Versammlungsgesetz verstoßen zu haben. Das trifft auf völliges Unverständnis der Aktiven: „Soll unser Widerstand in Stadtteil jetzt kriminalisiert werden?“ Sie fordern, diese politisch bedenkliche und bürokratische Schikane sofort zurückzunehmen, weil sie die spontane Versammlungsfreiheit unzulässig einschränke. Sie erklären sich nicht nur solidarisch mit dem „Beschuldigten“, sondern werden sich nun gegen die PCB-Vergiftung ihres Stadtteils noch entschiedener einsetzen.

Giftmüll und PCB unter Tage: Umweltkatastrophe mit Ansage!

Infotafel von Essen steht AUF am 1. Mai

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 14. März 2016 wurde ein ausführliches Zwischengutachten im Auftrag der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zum Thema Giftmüll in stillgelegten Bergwerken der RAG veröffentlicht. Nach diesem Gutachten ist erwiesen:

 

  • Werden die Schächte, in die der Giftmüll eingelagert wurde, geflutet, weil die RAG das Abpumpen des Grubenwassers zurückfährt, werden die Gifte vom aufsteigenden Wasser freigesetzt.
  • Die giftigen Filterstäube, die damals mit einer zementartigen Masse verfüllt wurden, sind nur teilweise richtig ausgehärtet. Auch die ausgehärtete Masse wird durch das stark salzhaltige Grubenwasser wieder zersetzt und die Gifte werden freigesetzt.
  • Bei diesen Giften vorwiegend aus Filterstäuben und Schlacke aus Müllverbrennungsanlagen handelt es sich um Schwermetalle wie Quecksilber und Arsen und Ultragifte wie PCB, Dioxine und Furane.
  • Das Gutachten hat die 10.000 Tonnen PCB-Rückstände durch versickerte Hydraulikölen bestätigt; ebenso die Tatsache, dass heute schon PCB über Grubenwasser in hohen Konzentrationen in die Flüsse Ruhr und Emscher eingeleitet wird. Die von der RAG und der Bergbaubehörde in Arnsberg verwendeten PCB-Messmethoden waren untauglich und objektiv ein Betrug an der Öffentlichkeit.

 

Das Wirtschaftsministerium NRW hat jetzt angeordnet, dass die RAG und ihre Aufsichtsbehörde alle Maßnahmen stoppen sollen, die mögliche Konsequenzen aus dem Gutachten verhindern, z.B. Zurückholen des Sondermülls. Tatsache ist aber, dass die RAG bereits nach eigenen Angaben einen Großteil der Giftmüll-Stollen in 800 bis 1.000 Metern Tiefe geflutet hat. RAG-Vorstandsvorsitzender Bernd Tönjes im Interview mit der WAZ vom 10.9.15 wortwörtlich: "85 Prozent von den 1,6 Millionen Tonnen stehen schon jetzt unter Wasser.“

 

Gegen diese Umweltkatastrophe mit Ansage muss ein breiter Widerstand entwickelt werden – in Verbindung mit dem Kampf gegen die Stillegung der letzten Zechen.

Es war der Gelsenkirchener Bergmann Christian Link, der mit dazu beigetragen hat, diesen Skandal wieder ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Dafür wurde er von der RAG mit einem Anfahrverbot belegt, verbunden mit der Verleumdung, er würde die Unwahrheit sagen. Dieser Vorwurf ist nun vollends unhaltbar. Es ist die RAG, die bewußt die Unwahrheit sagt.

Damit ist völlig klar, dass der Bergmann Christian Link nicht die Unwahrheit gesagt, als er öffentlich und frühzeitig auf die Gefahren hinwies, die von den unter Tage verbrachten Abfällen ausgehen.

 

Das Anfahrverbot gegen Christian Link muss unverzüglich zurückgenommen und Christian wieder als Fördermaschinist auf RAG-Bergwerken beschäftigt werden.

 

Zu diesem Thema ist auch ein gemeinsamer Flyer überparteilicher Wahlbündnisse und der Umweltgewerkschaft erschienen, der hier herunter geladen werden kann:

Umweltspaziergang der Umweltgewerkschaft am 20.3.

Die Umweltgewerkschaft Essen lädt ein zum Umweltspaziergang mit fachkundiger Führung:

 

Vom Läppkes Mühlenbach zur Emscher - Von der Industriebrache zurück zur Naturlandschaft?

 

Wann? Sonntag, den 20. März 2016 von 11.00 – 14.30 Uhr

Wo? Treffpunkt in Essen: Endhaltestelle der Linie 105, Unterstraße

Dauer: Wanderzeit 3 Stunden (circa 6 km) und Einkehr im „Haus Ripshorst“

Bitte nehmt Euch Lunchpakete und Getränke mit und achtet auf festes Schuhwerk.

 

Der Weg gibt uns zahlreiche Einblicke in den Wandel einer Industrielandschaft. Er führt uns durch Industriebrachen und „renaturierte Kulturlandschaft“. Die Emscherlandschaft zeigt sich sowohl von ihrer schmutzigen Seite als auch von ihrer sauberen, schönen Seite in einem renaturierten Landschaftsbild.

Auswirkungen des Bergbaues und der Montanindustrie auf Gewässer, Boden, Flora und Fauna werden sichtbar. Wir freuen uns auf einen regen Erfahrungs- und Gedankenaustausch.

Beim Lärmschutz an der Emschertal-Strecke spielt die Bahn auf Zeit

Lärm macht krank. Das gilt nicht nur für Flugzeuglärm und Straßenverkehrslärm, sondern auch für Bahnlärm. Eine Bahnstrecke, die mitten durch dicht besiedeltes Gebiet führt, ist die Emschertal-Bahnstrecke zwischen Bochum und Oberhausen. Der Güterverkehr auf dieser Strecke hat sich in den letzten Jahren vervielfacht auf weit über 200 Züge am Tag. Den Anwohnern wird systematisch durch hohe Lärmpegel Tag und Nacht der Schlaf geraubt. Und das alles nur, weil die Bahn (und damit die verschiedenen Bundesregierungen) hier auf Kosten der Gesundheit der Menschen sparen wollen.


Seit Jahren werden die Menschen von der DB Netz AG und von der Politik immer wieder vertröstet, wird versucht Zeit zu schinden. Nachdem sich 2006 die Bürgerinitiative „Bahnlärm Karnap-Horst“ gegründet wurde, kam Bewegung in die Sache. Doch die aufgebrachten Bürger wurden immer wieder vertröstet. Erst wurde der Bau von Lärmschutzwänden für 2008 in Aussicht gestellt. Dann wurde auf 2015 vertröstet. Und nun wurde den Bürgern im Oktober 2014 eröffnet, dass erst 2017 mit Baumaßnahmen begonnen werden soll.

 

Bisher hatte sich die Bahn immer damit herausgeredet, dass sie zu Lärmschutzmaßnahmen nur beim Bau neuer Strecken verpflichtet ist. Im Sommer 2014 entschied nun das Landgericht Bochum, dass die Bahn auch an Altstrecken zur Errichtung von Lärmschutzwänden verpflichtet ist. Im Herbst 2014 gab es ein weiteres Urteil, das einen Anspruch nicht nur auf passiven Lärmschutz (Wände), sondern auch auf aktiven Lärmschutz (Tempolimit) begründet.

 

Wenn mittlerweile sogar die Europäische Kommission eine örtlich begrenzte Höchstgeschwindigkeit und ein Nachtfahrverbot für laute Güterzüge für vereinbar mit geltendem EU-Recht ansieht, dann wird doch deutlich, dass weder der Verkehrsminister noch die DB die Signale gehört haben. Die BI „Bahnlärm Karnap-Horst“ fordert das seit langem. Vielleicht muss für diese Forderungen mehr Druck gemacht werden.

 

Denn die Bahn spielt weiter auf Zeit und beruft sich darauf, dass ihr vom Verkehrsminister jährlich nur 100 Millionen Euro für den Lärmschutz zur Verfügung gestellt werden und sich deshalb die Abarbeitung der „Prioritätenliste“ viele Jahre hinziehen wird. Gesundheit und Wohlergehen der Menschen hat in diesen Überlegungen keine Priorität.

 

Wie um das zu unterstreichen, hat die Bahn mal eben ganz kurzfristig am 28.1. die Anwohner am Streckenabschnitt Schalke-Bottrop-Süd darüber informiert, dass in den Nächten vom 1. auf den 2.2. und vom 2. Auf den 3.2. „maschinelle Vegetationspflegearbeiten durchgeführt“ werden, bei denen „mit Lärmbelästigung zu rechnen“ sei. Die Anwohner kennen das und sind empört, dass solche Arbeiten immer während der nächtlichen Ruhezeit durchgeführt werden.

5. Dezember 2015:

5 Jahre Fukushima - 30 Jahre Tschernobyl ...

 

... wie im ganzen Land, so findet auch in Essen aus diesem traurigen Anlass eine Protestkundgebung statt.

Motto: 5 Jahre Fukushima - 30 Jahre Tschernobyl…und es kann jeden Tag wieder geschehen!

Auch in Europa haben wir allen Grund gegen die skrupellose Atompolitik der Energiekonzerne und ihrer Regierungen auf die Straße zu gehen, wie die skandalösen Vorgänge um die Schrottreaktoren in Belgien (Tihange) und Frankreich (Fessenheim) zeigen. Auch diese Aktion wird von "Essen steht AUF" aktiv unterstützt.

 

Die atomare Bedrohung gefährdet die Existenzgrundlagen der Menschheit:
Stopp Atomkraft - Stilllegung aller Atomanlagen – weltweit!
Rasche und vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien!

 

Anti-AKW-Protestkundgebung in Essen zum Fukushima-Jahrestag
Samstag, 12. März, 12.00 – 13.30 Uhr, Burgplatz/Kettwiger Straße

flugblatt_fukushima_für 12.3..pdf
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Aufstehen gegen die drohende globale Klima– und Umweltkatastrophe!

Die Essener Ortsgruppe der Umweltgewerkschaft ruft am Samstag, 5. Dezember 2015 zu einer Kundgebung anlässlich des Weltklimatags in der Essener City auf (Kettwiger Straße/Burgplatz, nahe der Lichtburg ab 12 Uhr). "Essen steht AUF" unterstützt diese Aktion und ruft zur breiten Beteiligung auf. Wir dokumentieren hier den Aufruf der Umweltgewerkschaft.

 

Aufstehen gegen die drohende globale Klima– und Umweltkatastrophe!

Die Folgen der Zerstörung unserer Umwelt und des Klimas, werden immer dramatischer. Extremwetter und Naturkatastrophen haben erheblich zugenommen. Das Jahr 2014 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, 2015 könnte noch wärmer werden. Die Zahl der Opfer und Schäden steigt dramatisch. Der Raubbau an natürlichen Ressourcen wird weiter auf die Spitze getrieben und ist ein Hauptgrund für Kriege und Flucht.

Das 2°C Ziel setzt die Lebensgrundlagen von Milliarden Menschen aufs Spiel

Beim geplanten „Klimaabkommen“ in Paris wollen die Regierungen durch „freiwillige Selbstverpflichtungserklärungen“ die Klimaerwärmung auf „2 Grad begrenzen“. Das ist in erster Linie ein politisches Ziel und ein Freifahrtschein, den CO2-Ausstoß weiter zu steigern und so weiter zu machen wie bisher. 2°C Erderwärmung bedeutet die Schmelze großer Eisschilder in der Antarktis und Grönland und damit einen Meeresspiegelanstieg um 8-12 Meter, der langfristig das Leben in den Küstenregionen der Welt in Frage stellt. Es ist ein Mittelwert, der mit extremen regionalen Veränderungen einhergehen würde. 2°C bedeuten eine andere Erde. Die Behauptung einer „Begrenzung“ ist angesichts der unkontrollierbaren Verstärkungen der Prozesse im Klimasystem der Erde wissenschaftlich absurd und ein Spiel mit dem Feuer. Die Öffentlichkeit soll tolerieren, dass der Raubbau an den natürlichen Ressourcen noch über Jahrzehnte fortgeführt werden soll. Das 2° Grad Ziel ist ein Beschluss zu Massenelend und Vertreibung im Weltmaßstab.

Ein Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energieträger in der Weltwirtschaft wird vor sich her geschoben bis frühestens 2100.

Erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft sind rasch möglich

Eine Umstellung der weltweiten Energieversorgung auf erneuerbare Energien wäre innerhalb von 10 Jahren möglich. Durch eine umfassende Kreislaufwirtschaft wird der Raubbau an der Natur, die Umwelt- und Klimakrise überwunden. Wie in der Natur, die keinen Müll kennt, können auch in der gesellschaftlichen Produktion und Konsumtion die stofflichen Kreisläufe geschlossen werden. Vieles davon ist heute technisch möglich. In der vorwiegend auf  Gewinnmaximierung ausgerichteten Produktion dagegen, werden bewusst Verschwendung und Verschleiß gefördert, zehntausende künstliche und giftige Stoffe hergestellt und riesige Müllberge geschaffen. Statt Stoffe zu recyceln, werden große Mengen verbrannt, was wiederum das Klima gefährdet. Darüber empören sich viele Menschen, und ebenso über der die weltweite Steigerung der Ausbeutung der Menschen. Das von einer Krise zur nächsten taumelnde kapitalistische Wirtschaftssystem und seine Profitmacherei sind zunehmend in die Kritik geraten.

Heraus auf die Straße – es geht ums Ganze – Widerstand ist erfolgreich

Am Tag nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima machten 200.000 Menschen in Deutschland deutlich: Jetzt ist Schluss mit Atomkraft. Die Bundesregierung wurde gezwungen, den Ausstieg zu beschließen. Auch eine Politik zur vollständigen Untergrabung der Lebensgrundlagen von Milliarden von Menschen wird nicht mehr hingenommen. Es geht ums Ganze, es geht darum, dass die Menschheit überhaupt weiter existieren kann

  • Sofortiges verbindliches internationales Klimaschutzabkommen zur drastischen Reduktion der Treibhausgasemissionen. Rasche und vollständige Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien
  • Stoppt Fracking – weltweit! Verbot von Fracking weltweit!
  • Sofortiger Stopp der Abholzung der Regenwälder!
  • Verbot der Müllverbrennung – für Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfproduktion!
  • Gemeinsam für die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke weltweit!
  • Wir wenden uns dagegen, dass Arbeitsplätze und Umweltschutz gegeneinander ausgespielt werden!
  • Für eine weltumspannende Kooperation und Koordinierung des aktiven Umweltschutzes zur Rettung der natürlichen Lebensgrundlagen!

Dafür werden wir am Weltklimatag am 5.12.2015 international auf die Straße gehen. Am 12.12. wird eine internationale Großdemonstration im Paris unmissverständlich deutlich machen, dass wir keinerlei Ausreden der herrschenden Politik akzeptieren werden. Schon im November werden wir uns an der Global Frack-Down Kampagne zur Mobilisierung auf den Weltklimatag beteiligen. Daher: bildet örtliche und regionale Aktionseinheiten für gemeinsame Aktivitäten und Demonstrationen.

 

Nähere Informationen zu den Aktivitäten unter www.umweltgewerkschaft.org.

250 bei Demo gegen PCB-Giftschleuder in Kray

250 Menschen, vor allem aus Kray, demonstrierten am 17. Oktober engagiert und lautstark durch Kray. Seit die Bürgerinitiative wieder aktiv geworden ist, ist neue Bewegung in die Auseinandersetzung um den Giftschredder der Firma Richter gekommen. In seinem Grußwort an die Demonstranten betonte AUF-Vorstandssprecher Bodo Urbat:

"Das Zeichen, das Ihr mit der heutigen Demonstration gegen die seit Jahrzehnten anhaltende PCB-Vergiftung durch die Schredder-Firma Richter setzt, ist sehr wichtig.

Ihr habt vollkommen recht, dass Ihr Euch nicht länger durch behördliche Vertröstungen und Verharmlosungen hinhalten lasst. Mit solchen Umweltverbrechen kann und darf es keine Geduld und Nachsicht  geben, etwa mit dem Hinweis auf „Bestandsschutz“ für die Firma Richter. Die Fakten liegen längst auf dem Tisch, doch getan wurde nichts. Wie lange soll das denn noch so weitergehen? Hier könnte die Stadt durch konsequentes Vorgehen beweisen, dass sie den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“  zu Recht gewonnen hat.

Angesichts der Rücksichtslosigkeit, mit der unsere Lebensgrundlagen von diesen Leuten vor die Wand gefahren werden, haben wir keine Zeit zu verlieren. Deshalb finden wir von „Essen steht AUF“ es unbedingt richtig, mit solch einer Demonstration wie heute deutlich zu machen, dass unsere Geduld am Ende ist. Deshalb unterstützen wir die Forderung nach sofortiger Stilllegung der Firma Richter, bis sie bewiesen hat, dass von ihr keine Gefahr mehr ausgeht. Haltet an diesem Weg fest, entwickelt diesen Widerstand weiter. Nur so können wir etwas erreichen. Dabei wollen wir Euch gerne weiter unterstützen."

 

Einen Bericht und eine Bilderstrecke gibt es auch auf "Der Westen":

Bilderstrecke

Bericht

Aktuelles Flugblatt der Bürgerinitiative gegen „Gift“Schredder in Kray zur Protestaktion am 17.10.
Kray, Flugblatt 2.pdf
PDF-Dokument [596.9 KB]

Klimaaktionstag am 6.12.2014 in Essen

Rettet das Weltklima, bevor es zu spät ist!

Angesichts der dreisten Rolle rückwärts in der Klimapolitik durch die Bundesregierung ist es wichtig, am Weltklimatag am 6. Dezember ein Signal des entschiedenen Widerstands gegen diese brandgefährliche Politik zu setrzen. Wenn Hannelore Kraft und Sigmar Gabriel verkünden, dass Braunkohle noch für Jahrzehnte verfeuert werden soll, dann verheizen sie buchstäblich und sehenden Auges die Lebensinteressen kommender Generationen allein für die Sicherung der Profite einiger Energiekonzerne. Mit dem folgenden Aufruf wird von verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen zu einer Aktion zum Weltklimatag in Essen aufgerufen.

 

Beim „Weltklimamarsch“ am 20./21. September gingen Hunderttausende in aller Welt für die Rettung des Weltklimas auf die Straße. Am 11. Oktober, dem weltweiten Tag gegen Fracking („Global Frackdown Day“), gab es 300 Aktionen in 32 Ländern. Auch in Essen zeigten viele Bürger großes Interesse an Klima- und Umweltfragen. Viele unterschrieben vor der Marktkirche gegen TTIP und CETA, die geplanten sog. „Freihandelsabkommen“, weil klar wurde, dass dieser hemmungslose „Freihandel“ zwischen den USA sowie Kanada und der EU auch den Abbau von Umweltstandards bedeutet.

 

Vom 1. bis zum 12. Dezember tagt die diesjährige UNO-Weltklimakonferenz in Lima/Peru. In der „Halbzeit“ dieser Konferenzen gehen seit 2005 weltweit Menschen auf die Straße und fordern wirksame Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung.

Hunderttausend waren es allein 2009 in Kopenhagen. Dieses Jahr ist der Weltklimatag oder „Global Day of Action“ am Samstag, 6. Dezember. Die UNO- Klimakonferenzen blieben weitgehend ergebnislos.

 

Die Verbrennung fossiler Energieträger steigt und damit der klimaschädliche CO2-Ausstoß als Hauptursache der Klimaerwärmung. Dazu kommen Methan aus der Massentierhaltung in der Agrarindustrie. Die tropischen Regenwälder werden weiter abgeholzt. Die Folgen sind Rückkopplungen, wie die Schrumpfung des Polareises oder das Auftauen der Permafrostböden. Dreimal mehr klimabedingte Naturkatastrophen als noch vor 50 Jahren bedrohen die Menschheit.

 

Diese Entwicklung wird von den wirtschaftlich und politisch Verantwortlichen aus reinen Profitinteressen billigend in Kauf genommen und noch weiter voran getrieben. Der weitere Bau von Atomkraftwerken wie in England oder die CO2-Abscheidung und -Verpressung (CCS) werden auch noch als Klimaschutz angepriesen. Tausende Menschen verlieren schon heute ihre Existenz und Heimat durch regionale Umweltkatastrophen, wie beim Jahrhunderthochwasser in Bosnien oder dem Taifun Haiyan auf den Philippinen. Ein Temperaturanstieg um 2 Grad Celsius wird aber z.B. von Merkel als „Klimaziel“ in Kauf genommen! Er würde Millionen Menschen ganzer Länder zu Flüchtlingen machen. Das dürfen wir nicht zulassen! Der Weltklimarat musste erneut bestätigen, dass die Klimaerwärmung durch Menschen gemacht ist und gestoppt werden muss und kann. Wir fordern:

 

  • Rasche Umstellung auf und Durchsetzung von 100 Prozent erneuerbarer Energie!
  • Schluss mit dem Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke!
  • Für ein weltweites Verbot von Fracking!
  • Keine CO2-Abscheidung und -Verpressung!
  • Atomkraft ist keine Alternative - AKWs sofort abschalten - weltweit!
  • Kein Ausspielen von Arbeitsplätzen gegen Umweltschutz!

 

„System Change, not Climate Change“ - diese Forderung ist heute Bestandteil der Umweltbewegung. Wir können die Zukunft der Menschheit nicht den Profitinteressen von Banken und Konzernen und Regierungen überlassen, die diesen hörig sind. Setzen wir auch in Essen ein Zeichen!

 

Herzliche Einladung zur gemeinsamen Kundgebung am 6. Dezember 2014

Infostände, Kurzreden, Diskussion am offenen Mikrofon

Essen-City, Kettwiger Straße/Burgplatz, nahe der Lichtburg

um eine Minute vor Zwölf!

 

(Es rufen auf: Initiative Essen zum Aufbau der Umweltgewerkschaft, attac Essen, BUND Essen, MLPD Essen, Rebell Essen, Essen steht AUF u.a.)

Stoppt Fracking!

Diskussionsveranstaltung am 26. Oktober

Herzliche Einladung zum kommunalpolitischen Frühstück von "Essen steht AUF" zum Thema: Stoppt Fracking!

 

Sonntag, 26, Oktober, 11.00 – 13.00 Uhr, Couragezentrum, Goldschmidtstr. 3. Essen-Ostviertel

 

  • Fracking – ein maßgeblicher Grund für die Stilllegung des Bergbaus im Ruhrgebiet!
  • Was ist Fracking, warum muss die skrupellose Methode der Energiegewinnung zur weiteren Verbrennung fossiler Rohstoffe gestoppt werden?
  • Worin besteht das tödliche Gefährdungspotenzial für die Lebensgrundlagen der Menschen – für Wasser, Boden und Luft?
  • Wie kann der wachsende Widerstand in Umwelt- und Arbeiterbewegung erfolgreich sein?

Volles Haus beim Frühstück zu Giftmüll unter Tage

40 Besucher kamen am 11.5. zum kommunalpolitischen Frühstück von "Essen steht AUF" zum Thema "Giftmüll unter Tage - Schluß mit der Verharmlosung!". Dem informativen und humorvollen Vortrag des Gelsenkirchener Bergmanns Christian Link schloss sich eine engagierte Diskussion an, in der das Thema vertieft wurde, aber auch die grundsätzliche Bedeutung des Kampfes zur Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft betont wurde. Die Versammlung verabschiedete einstimmig (bei einer Enthaltung) eine Solidaritätsresolution für Christian Link, der von der Ruhrkohle AG und seinem direkten Arbeitgeber Deilmann-Haniel wegen seiner Aufklärungsarbeit gemaßregelt wurde und dagegen auch gerichtlich vorgeht. Die Ankündigung, dass alle Spenden für das heutige Frühstück der Prozeßkosten-Unterstützung für Chris zugute kommen, führte zu einem hervorragenden Ergebnis: 227,18 € wurden gespendet.

Solidaritäts-Resolution mit Christian Link

 

Wir, die 40 Besucher des heutigen kommunalpolitischen Frühstücks von „Essen steht AUF“ zum Thema „Giftmüll  unter Tage“ protestieren gegen das Anfahrverbot der Ruhrkohle AG für den Bergmann Christian Link. Einem Fördermaschinisten ein Anfahrverbot auf allen Zechen der RAG zu erteilen, kommt faktisch einem Berufsverbot im Ruhrgebiet gleich.

 

Die RAG behauptet, sie sei zu dieser Unterdrückungsmaßnahme berechtigt, weil Christian Link angeblich mit „falschen Behauptungen“ gegen die RAG auftrete und Ängste schüre. Bis heute blieb die RAG den Beweis schuldig, worin diese falschen Behauptungen im Zusammenhang mit der Kritik an der Einlagerung von Giftmüll unter Tage bestehen sollen.

 

Wir verurteilen ebenso das Vorgehen der Firma Deilmann, bei der er angestellt ist. Die schickte dem Anfahrtsverbot der RAG eine Abmahnung hinterher, mit Androhung fristloser Kündigung, Versetzung nach Russland und möglicher Regresspflicht für wirtschaftliche Schäden, falls er weiter in der Öffentlichkeit über das Thema Giftmüll unter Tage spricht.

 

Diese offene Unterdrückung freier Meinungsäußerung und politischer Betätigung ist völlig inakzeptabel. Deshalb wollen wir mit unserer Solidarität Christian Link den Rücken stärken, diesen Kampf – auch vor Gericht – weiterzuführen.

Einer für Alle – Alle für Einen!

 

Glück auf!

 

 

Essen, 11. Mai 2014

 

(einstimmig bei einer Enthaltung angenommen)

Sturmschäden: Hilfsprogramme auf Kosten der Verursacher gefordert

Sturmschäden in der Bonifaciusstraße (Foto: D. Keil)

 

 

Niemand, weder die Stadt noch die Bürger, sollten auf den Kosten der Unwetterkatastrophe vom Pfingstmontag sitzen bleiben – das fordert das Wahlbündnis „Essen steht AUF“. Dazu Vorstandssprecher Dietrich Keil: „Das Unwetter ist wie die immer häufigeren Extremwetterlagen weltweit auf die Klimaerwärmung zurückzuführen. Wer weiterhin den CO2-Ausstoß in die Höhe treibt und erneuerbare Energien drosselt, der hat auch die Verantwortung dafür zu tragen".

Deshalb müsse vor allem der Bund zur Kasse gebeten werden. Außerdem müsse ein Finanzbeitrag von den Energiemonopolen erhoben werden. „Dazu bietet sich an, ihre Befreiung von der EEG-Umlage auszusetzen und die daraus entstehenden erklecklichen Summen für Hilfsprogramme einzusetzen“, schlägt Keil vor.

Im Zentrum sollte dabei ein sofortiges Programm zur Wiederaufforstung der städtischen Baumbestände stehen; weiter die Unterstützung der Kommunen zur Behebung der gravierenden Schäden und umfangreiche Beratungs- und Hilfsangebote für die Bürgerinnen und Bürger.

Gleiches hat das Schwester-Bündnis „AUF Gelsenkirchen“ gefordert. „Nicht zu verstehen ist, dass der Rat in Essen als der am härtesten betroffenen Stadt dazu in seiner ersten Sitzung geschwiegen hat“, kritisiert Keil, „obwohl die Debatten über die Schadenshöhe schon angelaufen sind.“

Essen steht Auf-Zeitung

Kontakt

Die Geschäftsstelle von Essen  steht  AUF

ist in der Goldschmidtstraße 3, 45127Essen

neben dem Courage-Zentrum

Öffnungszeiten der Bürgersprechstunde

Mo. :

16:00  - 17:00 

In dieser Zeit können Sie uns auch am Telefon erreichen:

 

0201/45862613

 

Sonst ist der AB eingeschaltet.

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