Bündnis für alternative, unabhängige und fortschrittliche Kommunalpolitik
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Essener Montagsdemo gedenkt der Ruhr-Kämpfe 1920

Einladung der Montagsdemonstration zum Gedenken an die Ruhrkämpfe 1920 am 21. März ab 18 Uhr auf der Porschekanzel

 

Die Essener Montagsdemonstration widmet ihre Veranstaltung am kommenden Montag, den 21. März, dem Gedenken der Ruhrkämpfe 1920. Als der reaktionär-faschistische Kapp-Putsch die Errungenschaften der jungen Weimarer Republik in rechtem Terror zu ersticken drohte, bildete sich seit dem 13. März 1920 die "Rote Ruhr Armee", eine bewaffnete Selbstorganisation der Arbeiter des Ruhrgebietes, die die Putschisten besiegte. Am 20. März vor 96 Jahren wurde von den kämpfenden Arbeitern in Essen ein zentraler Arbeiterrat der Ruhrarbeiterschaft gebildet.

Auch wenn die weitergehenden Ziele der Arbeiter nicht erreicht wurden, war die Verteidigung der demokratischen Rechte und Freiheiten gegen den Faschismus 1920 eine bleibende historische Leistung.

Die Montagsdemonstrationen erinnert an die Kämpfe und ihre Opfer unter anderem mit einer Diskussion am "Offenen Mikrofon" auf dem Platz vor der Marktkirche (Porschekanzel) ab 18 Uhr.

Bei diesem Anlass soll auch ein Verbot des faschistischen NPD-Aufmarsches am 2. April im Südviertel gefordert werden.

Gedenken an die Ruhrkämpfe im Kulturhauptstadt-Jahr 2010

150 Jahre Stinnes - historische Ausstellung in Karnap

Bergbau in Karnap und das Leben hinter den Fördertürmen – eine historische Ausstellung zum Thema präsentiert der Geschichtskreis Carnap vom 14.09. - 27.09.2014. In einem Flyer wird das Programm vorgestellt:

 

Wer waren überhaupt die - Stinnes - , die in Karnap Wälder und Felder aufkauften um diese mit ihrer familieneigenen Zeche Mathias Stinnes für den Bergbau in Beschlag zu nehmen? Welcher Aufwand steckte dahinter, als in Karnap der größte Förderturm der Welt errichtet wurde? Was geschah bei den Grubenunglücken, wie wurde die Lebensrettung durchgeführt?

Was bedeutete der wirtschaftliche Aufschwung durch die Zeche mit ihren Nebenbetrieben für das Leben hinter den Fördertürmen? All diese Fragen und vieles mehr, werden in unserer Historischen Ausstellung beantwortet. Erfahren Sie die Hintergründe, bestaunen Sie historische Fotos, Filme und Gegenstände aus der Zeit, als Karnap noch vom Bergbau geprägt wurde. Seien Sie gespannt darauf, wenn Udo Schwamborn ein Denkmal zur Erinnerung an die vergangene Bergbauzeit enthüllt und die berühmte Dahlbusch-Bombe sowie weitere Exponate der Grubenrettung präsentiert.

 

Eine kurze Zusammenstellung des Programmes am Eröffnungstag:


Beginn um 11:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Ev. Kirche, musikalisch begleitet vom Werkchor Ruhrglas. Weiter gehts mit der Denkmal-Enthüllung und Mittags wird zum Buttern eingeladen. Im Anschluss bringen die Grubenretter mit Ihrer Höhenrettung vom Kirchturm Kinderaugen zum Leuchten. Zudem verwöhnt der Singende Bergmann - Detlef - MAGIC - Lauster die Gäste mit musikalischen Klängen, und die bekannte Fußballnationalspielerin Lore Barnhusen lädt zur Autogrammstunde ein. Nachmittags, Kaffee und Kuchen. Unterstützt von erfahrenen Bergleuten, dem Geschichtsforum Nordsternpark und dem Freundeskreis Nordstern sowie vielen anderen, laden wir Sie hiermit herzlich ein, dabei zu sein.

 

Öffnungszeiten während der Woche von 15-18 Uhr, Sa. u. So. 14-18 Uhr
Veranstaltungsort: Ev. Kirche Essen-Karnap, Hattramstraße 33


Veranstalter: Geschichtskreis Carnap, Bettina von der Höh, Reinhold Adam, Udo Schwamborn

Erinnerungen für die Zukunft am Antikriegstag

Hans Schmitt war mit 80 Jahren der älteste Teilnehmer auf der Kundgebung zum Antikriegstag am 1. September 2014 auf der Porschkanzel. In einem Beitrag schilderte er, wie er als 9-jähriger den Bombenkrieg in Essen-Frohnhausen 1943 erlebte:

 

Schon von weitem war das Dröhnen und Pfeifen der Bomber zu hören, gleich wieder wurde Fliegeralarm ausgelöst. Die Mutter weckte ihre 4 Kinder – mich als ersten – aber ich war schon wieder im Bett als die Familie angezogen war. Eile war angesagt, um rechtzeitig im Bunker zu sein, ein Tiefbunker an der Ecke Berliner/Curtiusstraße...

Hunderte von Flugzeugen bombardierten v.a. die Kruppschen Fabriken mit den anliegenden Wohngebieten. Die Sprengbomben explodierten dermaßen, dass teilweise die Werkshallen nur noch als Eisengerippe da standen.

Nach stundenlangem Ausharren kamen wir Kinder und die Erwachsenen aus dem Bunker: der Himmel bot ein unheimliches Schauspiel. Er war rot von den bündelweise abgeworfenen Brandbomben, ca. 1 Meter lange Stäbe, sechseckig, brannten lichterloh. Viele entzündeten sich auch nicht, diese wurden dann vom Luftschutzwart „entsorgt“. Fesselballons flogen am Himmel in der naiven Annahme, dass die feindlichen Flugzeuge damit gehindert werden, Bomben abzuwerfen. Diese flogen natürlich höher und bombardierten so die Stadt.

 

Diese Heimwege waren für uns Kinder gleichermaßen beängstigend wie auch interessant. Manche waren sehr durcheinander und riefen immer wieder „Flieger kommt, Flieger kommt, Bomben fallen, Bomben fallen bum bum bum ...“ Schwester Else fiel in ein Loch, denn überall gab es neue Bombentrichter...

So etwas hatten wir alle ja noch nie erlebt … wir waren nur froh, dass wir noch Mutter und Vater hatten.

Wir sahen jetzt, dass viele, viele Häuser nur noch als Ruinen in der Curtiusstr. (heute Nieburstraße) standen. Luftminen zerstörten die Häuser - der ganze Hausrat, Töpfe etc., das Mobiliar – alles lag auf der Straße herum bzw. war diese ja gar nicht mehr zu sehen – voll verschüttet mit all unserem Hab und Gut, mit den Steinen der Häuser. Unter anderem war mein Kommunionsanzug zum Teufel. Vaters Mantel hing im gegenüberliegenden Haus an einem Fensterkreuz. Halsbrecherisch holte er ihn sich dort, es gab ja nur den einen.

Diese ganze Zeit plagt mich heute erneut – nach jahrzehntelangem Verdrängen kommt sie in Alpträumen wieder.

Ich wünsche uns allen, dass es irgendwann ein Ende hat mit diesen ungerechten, mörderischen Kriegen der Herrschenden dieser Welt auf dem Rücken der Völker.

Das ist keine Perspektive für unsere Jugend – wir erleben gerade fast hautnah die Kämpfe in Gaza, in Syrien, in der Ukraine usw. Die Jugend muss es lernen, was die ungerechten Kriege kennzeichnet und was gerechte Kriege für Freiheit im eigenen Land bedeuten. Dann dürfte auch klar sein, wem ihre und unsere Solidarität gehört, wen es zu stärken gilt für eine Welt ohne Kriege, ohne Ausbeutung und Unterdrückung in einer befreiten Gesellschaft!

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