Bündnis für alternative, unabhängige und fortschrittliche Kommunalpolitik
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Kumpel für AUF in Essen

Kumpel für AUF ist eine bundesweite Bergarbeiterbewegung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Bergleute in Deutschland in ihrem Kampf um die Arbeitsplätze, für vernünftige Arbeitsbedingungen und für einen Bergbau im Einklang mit der Umwelt zu unterstützen und zu organisieren. Kumpel für AUF arbeitet in der Internationalen Bergarbeiterkonferenz mit, die die internationale Solidarität und den Erfahrungsaustausch der Bergarbeiter auf der ganzen Welt organisiert. Seit April 2018 gibt es auch in Essen eine Stadtgruppe von Kumpel für AUF, deren Aktivitäten wir hier dokumentieren.

 

 

Die neu gegründete Stadtgruppe Essen der Bergarbeiterbewegung „Kumpel für AUF“ lädt zu ihrem zweiten Bergbau-Stammtisch ins „Fünf Mädelhaus“ (Essen-Stoppenberg, Hugenkamp 35) ein. Im Einladungsflyer heißt es:

Am 28.5. zitierte die NRZ einen jungen Bergmann auf Prosper-Haniel in Bottrop mit den Worten: „Keiner möchte das Ende des Steinkohlenbergbaus wirklich haben.“

Das ist auch unsere Erfahrung, dass nicht nur die Bergleute selbst, sondern die Mehrheit der Menschen im Revier die Stilllegung der letzten beiden Steinkohlenzechen zum Jahresende nicht akzeptiert. Gibt es noch Chancen vom Widerspruch zum Widerstand gegen diese Pläne zu kommen?

Dazu heißt es in einer Pressemitteilung der bundesweiten Bergarbeiter-Initiative „Kumpel für AUF“ vom 12.5.18:

„Der Protest gegen die geplante Schließung der letzten Steinkohlezechen in Deutschland - Prosper und Ibbenbüren entwickelt sich“ – so Christian Link, öffentlicher Sprecher der Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF. Innerhalb kurzer Zeit wurden hunderte Protestunterschriften in den Bergbaustädten des  Ruhrgebiets gesammelt. Es geht dabei nicht nur um den Erhalt der Arbeits- und Ausbildungsplätze, sondern auch um die Frage: was passiert nach der Schließung? Aus reiner Profitgier, um die Ausgaben für die sogenannten Ewigkeitskosten gering zu halten, werden stillgelegte Zechen geflutet, obwohl bekannt ist, dass 1,6 Millionen Tonnen Giftmüll und zehntausende Tonnen hochgiftiges PCB unter Tage lagern. „Daher geht der Kampf gegen die Schließung der Zechen alle an: die Arbeiter, Familien und Jugendlichen die Arbeits- und Ausbildungsplätze brauchen und diejenigen, die für Umweltschutz kämpfen“ – so das Fazit von Christian Link, Bergmann aus Gelsenkirchen.

Auch in Essen haben wir mit dem 1. Mai begonnen Protestunterschriften zu sammeln und sind dabei auf große Zustimmung gestoßen.

 

Wir – das sind ehemalige und noch aktive Bergleute, Angehörige von Bergleuten, EVONIK-Kollegen aus Essen und Esserinnen und Essener, die dem Bergbau bzw. den Bergarbeitern und ihrer kämpferischen Tradition verbunden sind. Deshalb haben wir nun auch in der ehemals größten Bergbaustadt Europas im April eine Gruppe von „Kumpel für AUF“ ins Leben gerufen.

 

Auf unserem zweiten Bergbau-Stammtisch am 21.6. wollen wir uns genauer damit beschäftigen, wie wir den Protest gegen die Stilllegung der letzten Zechen auch in Essen voranbringen können und unsere Stadtgruppe dabei weiter aufbauen. Dazu sind alle Interessierten um 19 Uhr herzlich eingeladen ins „Fünf Mädelhaus“, Hugenkamp 35 in Essen-Stoppenberg).

Zur Einstimmung wollen wir am Samstag, den 16. Juni gemeinsam die Ausstellung „Das Zeitalter der Kohle“ in der Kokerei Zollverein besuchen. Bitte melden, wer mitkommen will (Bodo Urbat, Tel. 323800 oder vorstand@essen-steht-auf.de), damit wir einen günstigen Gruppentarif vereinbaren können.

Treffpunkt:  15 Uhr am Wiegeturm (bei Parkplatz C), von wo es mit der Standseilbahn in die Mischanlage geht.

Statt "Abgesang": Bergbau hat Zukunft!

„Essen steht AUF“ gehört zu denen, die die Schließung des Steinkohlenbergbaus in Deutschland nie akzeptiert haben. Ihn absaufen zu lassen ist eine einzige Fehlentscheidung allein aus Profitgründen.

Kohle wird gebraucht. Nicht zum Verbrennen, sondern als wertvoller Rohstoff. Wir stimmen in den verlogenen Abgesang auf den Bergbau nicht ein. Der Bergbau ist prägend für Leben und Kultur im Ruhrgebiet. Die Solidarität und Erfahrung der Ruhrkumpel werden gebraucht! Zu verhindern ist die Flutung der Zechen mit ihrem gefährlichen Giftmüll und PCB untertage, die das Trinkwasser im Ruhrgebiet bedroht. Zusammen mit der bundesweiten Bergarbeiterbewegung „Kumpel für AUF“ wollen wir Menschen dafür organisieren. Vor allem im Essener Norden, der von dem gescheiterten „Strukturwandel“ besonders gebeutelt ist.

 

Deshalb wurde bei einem gemeinsamen Bergbau-Stammtisch am 19. April eine Essener Stadtgruppe „Kumpel für AUF“ gegründet. Ein guter Anfang - der Tradition, aber vor allem der Zukunft verpflichtet: Weltweit sind die Bergarbeiter eine Macht! Wer mitmachen und über die nächsten Aktivitäten informiert werden möchte, wende sich bitte an: vorstand@essen-steht-auf.de.

Als erstes unterstützen wir die Unterschriftenaktion mit dem Titel:

„Wir akzeptieren die Zechenstilllegung nicht! Prosper und Ibbenbüren müssen bleiben! Offenhaltung der Schächte! Keine Flutung von Auguste Victoria und anderen Zechen! Nein zu Fracking! Kein Giftmüll und PCB im Grund- und Trinkwasser! Für Arbeits- und Ausbildungsplätze – und die Zukunft unserer Jugend!“ Listen können hier heruntergeladen werden:

Unterschriftenliste Kumpel fuer AUF gege[...]
Microsoft Word-Dokument [13.3 KB]
Essen steht Auf-Zeitung

Kontakt

Die Geschäftsstelle von Essen  steht  AUF

ist in der

Goldschmidtstraße 3, 45127Esse

neben dem Courage-Zentrum

Öffnungszeiten der Bürgersprechstunde

Montag16:00 - 17:00

In dieser Zeit können Sie uns auch am Telefon erreichen:

 

0201/45862613

 

Sonst ist der AB eingeschaltet.

E-mail:

vorstand@essen-steht-auf.de

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