Bündnis für alternative, unabhängige und fortschrittliche Kommunalpolitik
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Die AUFrechten Essener/innen

Seit 2014 werden auf unserer Jahresabschlussfeier jeweils die "AUFrechten Essener/innen" des Jahres gekürt.

 

Die AUFrechten Essener/innen 2018 (von links nach rechts): Hans Wohland, Uschi Gerster, Margret Rabe, Susanne Hickmann

Die AUFrechten Essener/innen 2018

Auf der Jahresabschlussfeier von „Essen steht AUF“ am 2. Dezember wurden die „AUFrechten Essener/innen“ des Jahres 2018 ausgezeichnet. Als erstes wurde Margret Rabe, Bergarbeiterfrau aus Katernberg, als Urgestein der Essener Montagsdemo geehrt. Von Anfang an ist sie ein Aktivposten der Essener Montagsdemo. 2004 begann sie als „Oma 66“. Wenn sie nicht gerade krank war, war sie bei Wind und Wetter dabei. Und das so gut wie immer mit vorbereiteten Beiträgen, in denen sie mal nachdenklich, mal lustig gesellschaftliche Missstände aufs Korn nahm.

 

Ein Ereignis, das im Sommer wochenlang die Kommunalpolitik in Essen bestimmt hat, war der Streik der Beschäftigten an den Unikliniken Essen und Düsseldorf für einen Entlastungstarifvertrag für mehr Personal, den auch „Essen steht AUF“ von Anfang an solidarisch unterstützt hat. Als weitere „AUFrechte“ des Jahres wurden deshalb geehrt:

  • Susanne Hickmann, Erzieherin in der Betriebs-Kita des Uniklinikums und aktiv im Streikkomitee,

  • Uschi Gerster, ver.di-Vertrauensleutesprecherin und Mitglied der Streikleitung,

  • Hans Wohland, langjähriger Betriebsratsvorsitzender an der Ruhrlandklinik.

Alle drei wurden sowohl persönlich für ihre Verdienste um den Streik geehrt, als auch stellvertretend für alle Streikenden, die mit großem Einsatz für ihre berechtigten Forderungen kämpften.

 

Hans Wohland, mittlerweile Rentner, wehrte sich hartnäckig gegen den Einsatz von DRK-Schwestern in der Ruhrlandklinik und damit gegen die Sonderstellung der DRK-Schwesternschaft, deren Mitglieder angeblich rein karitativ tätig sind und die deshalb keine Arbeitnehmerrechte hatten, wie z.B. ein Streikrecht. Der Europäische Gerichtshof stellte aber als Ergebnis seiner Klage fest, dass es sich bei den DRK-Schwestern um Leiharbeiter handelt. Um einer weiteren Auseinandersetzung um die DRK-Schwesternschaft im Uniklinikum zu entgehen, bot ihnen die Klinikumsleitung eine Festanstellung an. 98 Prozent der ehemaligen DRK-Mitgliedsschwestern wechselten so als Angestellte ins Klinikum und konnten sich deshalb am Streik für mehr Personal beteiligen.

 

Susanne Hickmann steht dafür, dass der Kampf um Entlastung und für mehr Personal eben nicht nur den Pflegebereich betrifft, sondern auch die anderen Bereiche im Klinikum, die deshalb aktiv in den Streik einbezogen waren. Nachdem sich verschiedene Versuche, Stimmung gegen den Streik zu machen, als wirkungslos erwiesen, versuchten die Zeitungen der Funke-Gruppe, gestützt auf einige wenige unsolidarische Eltern, Stimmung gegen die mitstreikenden Erzieherinnen zu machen. Susanne Hickmann ließ sich nicht unterkriegen und kämpfte gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen und ihrer Gewerkschaft gegen die Spaltungsversuche.

 

Uschi Gerster war als langjährige ver.di-Vertrauensfrau in der Streikleitung aktiv. Den Abschluss sieht sie, obwohl er aufgrund der großen Kampfbereitschaft Zugeständnisse enthielt, wie viele andere kritisch. Mittlerweile bestätigt sich, dass auch die Um- und Durchsetzung des Schlichtungsergebnisses gegen die Interessen der Klinikumsleitung erkämpft werden muss.

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